Reiseführer: Rio de Janeiro

Geschichte

Gründung der Stadt

Der Spanier Juan Díaz de Solís erreichte 1516 die Mündung des Rio de la Plata. Seine Expedition endete jedoch mit einen Angriff der hier lebenden Indianer blutig. Am 2. Februar 1536 wurde die Stadt Buenos Aires als Santa María Del Buen Ayre von Pedro de Mendoza gegründet. Die Gründerstadt liegt im heutigen Vierel San Telmo. Nach mehreren Angriffen durch Eingeborene, wurde die Niederlassung aufgegeben und eine zweite Siedlung gegründet.

Zweite Gründung

1580 wurde die Stadt von Juan de Garay mit dem Namen Ciudad de la Santísima Trinidad y Puerto Santa María de los Buenos Aires wiedergegründet. Carlos III. von Spanien erklärte Buenos Aires Ende des 18. Jahrhunderts zur Freihandelszone, um die Handelsbestimmungen für die stark vom Handel abhängige Stadt zu lockern. Der Hass der Porteños (Bewohner von Buenos Aires) auf die spanischen Behörden wurde jedoch dadurch nicht gemindert, sie verlangten sogar die Unabhängigkeit von Spanien.



Hauptstadt des Vizekönigreichs Río de La Plata

1776 wurde Buenos Aires zur Hauptstadt des Vizekönigreichs des Río de la Plata, welches aus dem Vizekönigreich Peru ausgegliedert wurde. Während der Zeit der Koalitionskriege besetzten am 27. Juni 1806 britische Truppen unter General William Carr Beresford die Stadt.

Unabhängigkeitskampf und Rosas Diktatur

Am 25. Mai 1810 vertrieben einheimische Kräfte unter Santiago de Liniers den spanischen Vizekönig und eroberten die Stadt zurück. Am 9. Juli 1816 erklärte der Kongress von Tucumán formell die Unabhängigkeit der "Vereinigten Provinzen des Río de la Plata". Doch auch nach der Unabhängigkeitserklärung kehrte keine Ruhe in die Satdt ein. Unitarier und Föderalisten standen sich gegenüber. Die Einen kämpften für den Zentralstaat, die Anderen für die Unabhängigkeit der einzelnen Provinzen. 1829 übernahm der Föderalist Juan Manuel de Rosas als Gouverneur die Herrschaft über Buenos Aires. Er führte die Republik bis 1852, als er in der Schlacht von Monte-Caseros geschlagen wurde. 1853 trennte sich Buenos Aires von Argentinien. 1859 trat Buenos Aires dem 1853 gegründeten Argentinischen Bund bei. Buenos Aires als Hauptstadt von Argentinien Im Jahr 1880 wurde Buenos Aires zur Hauptstadt Argentininens erklärt. Das Stadtgebiet wurde von der gleichnamigen Provinz abgetrennt und wurde Regierungssitz. Durch den Eisenbahnbau im 19. Jahrhundert eröffneten sich für Buenos Aires neue Möglichkeiten: Rohstoffe flossen in die Fabriken und die Stadt wandelte sich zur multikulturellen Hauptstadt. 1913 wurde die erste U-Bahn-Strecke Lateinamerikas in Buenos Aires eröffnet. In den 1930er Jahren wurden einige große Avenidas im Stadtzentrum gebaut, die Avenidas Santa Fe, Córdoba und Corrientes entstanden. Ab dem Zweiten Weltkrieg hatte die wachsende Stadt viele Vororte einverleibt.

Militärdiktatur

1976 kamen mit dem Sturz von Präsidentin Isabel Martínez de Perón die Militärs in Argentinien an die Macht. In dieser Zeit verschwanden Unmengen von Menschen, die sich gegen das Militär gestellt hatten. Mit den Verhaftungswellen begannen die Demonstrationen und Schweigemärsche auf der Plaza de Mayo.

Demokratisierung und wirtschaftlicher Aufschwung

Nach dem verlorenen Malwinen-Krieg gab es erneut demokratische Wahlen. Als erster Präsident dieser Ära wurde Raúl Alfonsín gewählt. Wirtschaftlicher Aufschwung kehrte mit dem Wiedereinzug der Demokratie, der 1:1-Bindung des argentinischen Pesos an den Dollar und mit den neoliberalen Reformen während der Präsidentschaft von Carlos Menem ein. Am 17. März 1992 explodierte eine Bombe in der israelischen Botschaft, die 29 Menschen tötete und 242 verletzte. Eine andere Explosion am 18. Juli 1994 zerstörte ein Gebäude, das einige jüdische Organisationen beherbergte und tötete 85 Menschen. Beide Attentate hinterließen ihre Spuren in der Stadt.

Argentinien-Krise und wirtschaftliche Erholung

Während der Wirtschaftskrise zwischen 1998 und 2003 galt Buenos Aires als das Zentrum zahlreicher Demonstrationen. Die größte Demonstration am 19. und 20. Dezember 2001 führte zum Rücktritt des Staatspräsidenten Fernando de la Rúa führte. Im Dezember 2004 forderte ein Großbrand in der Diskothek República del Cromañón fast 200 Menschenleben. Wegen fehlender Sicherheitskontrollen wurde der damalige Bürgermeister Aníbal Ibarra abgesetzt und sein Amt wurde auf seinen bisherigen Stellvertreter Jorge Telerman übertragen.

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